Fachbereich: FH-Jena - Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen

Umwelttechnik und Entwicklung

Der Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen begrüßt seine neuen Studierenden in den Studiengängen "Umwelttechnik" sowie "Umwelttechnik und Entwicklung"

Zwei Studiengänge zum Thema Umweltschutz

Der Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen bietet mit „Umwelttechnik“ und „Umwelttechnik und Entwicklung“ zwei Studiengänge auf dem Gebiet des technischen Umweltschutzes. Beides sind Ingenieurstudiengänge, die sich mit umweltfreundlichen und nachhaltigen Technologien beschäftigen.   

Der Studiengang „Umwelttechnik“ ist ein siebensemestriger Studiengang. Er schließt ein Praxissemester mit ein. Er bietet neben Technologien des Umweltschutzes, der Energietechnik und den hierfür notwendigen Grundlagen der Natur- und Ingenieurwissenschaften auch Lehrveranstaltungen zu Wirtschaft und Management.   

Der internationale Studiengang „Umwelttechnik und Entwicklung“ hat acht Studiensemester. Das dritte Studienjahr ist ein Auslandsjahr. Dieser Studiengang soll neben den technischen Aspekten des Umweltschutzes internationale Kompetenz vermitteln. Ein besonderer Schwerpunkt liegt hier auf Schwellenländern und Entwicklungsländern.

Beide Studiengänge sind eng verwandt und unterscheiden sich im Wesentlichen durch das Auslandsjahr. Ein späterer Wechsel zwischen den Studiengängen ist unproblematisch.  

Infomaterial zium downloaden finden Sie hier.

Beide Studiengänge sind akkreditiert.

Die Bedeutung des technischen Umweltschutzes

Die Themen Umweltschutz, Ressourcenschonung und nachhaltige Energieversorgung sind Themen von globaler Bedeutung. Die heutige Industrieproduktion, die Energieerzeugung, der Verkehr, die Landwirtschaft  und unser Verbraucherverhalten führen zu einer Belastung der Umwelt. Schadstoffe in der Luft gefährden die Gesundheit der Bevölkerung. Umweltgifte sowie die Temperaturerhöhung durch den Treibhauseffekt bedrohen die Ökosysteme und zerstören langfristig die Grundlage unserer Nahrungsversorgung. Eine wachsende Weltbevölkerung und ein Anstieg der Industrieproduktion führen zu einer Verknappung begrenzter Ressourcen.  

Um die Lebensgrundlage für nachkommende Generationen zu erhalten bedarf es einer grundlegenden Änderung unseres Konsumverhaltens und der Produktionsverfahren in Hinblick auf die Belastung der Umwelt und die Effizienz des Ressourceneinsatzes. Eine Rückkehr zu einer vorindustriellen Lebensweise ist weder wünschenswert noch realistisch. Ein nachhaltiges Wirtschaften erfordert den Einsatz effizienter und umweltfreundlicher Technologien.   

Die Entwicklung nachhaltiger Technologien ist eine der wichtigsten Aufgaben für die Ingenieure unserer Zeit. Hierzu gehören technische Verfahren für eine schadstoffarme und ressourcenschonende Produktion, Verfahren für die Rückgewinnung von Rohstoffen aus Abfällen und dem Abwasser sowie Technologien zur umweltfreundlichen Erzeugung  und zur effizienten Nutzung von Energie. Erfolge in der Entwicklung und dem Einsatz umweltfreundlicher Technologien werden in Zukunft mitentscheiden über die Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft.

Green Technologies stellen heute einen wichtigen Wirtschaftszweig dar. Deutschland ist eines der führenden Länder im Export von Umwelttechnologie.

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Der Zusammenhang Umwelttechnik und Entwicklung

Während viele Themen lokal begrenzter Umweltbelastungen in Deutschland an Brisanz verloren haben, ist die Belastung der Umwelt und die gesundheitliche Bedrohung der Bevölkerung in vielen Schwellen- und Entwicklungsländern gewachsen. Viele Menschen leiden unter starker Luftverschmutzung. Schadstoffe belasten Gewässer und Trinkwasser. Die Müllentsorgung, die Abwasserreinigung, die Maßnahmen der Luftreinhaltung, die Versorgung mit sauberem Wasser und die Bereitstellung von Energie haben mit dem Tempo der Industrialisierung, der Verstädterung und der Veränderung der Lebensweise nicht mitgehalten. Es besteht ein hoher Bedarf an angepassten technischen Lösungen für Umweltschutz und Energieversorgung.

Neben den Themen lokal begrenzter Umweltbelastungen wächst die Sorge vor Umweltproblemen mit globaler Auswirkung. Die Klimaveränderungen zeigen die Grenzen der Belastbarkeit unseres Planeten. Europa und die USA verbrauchen einen hohen Anteil der globalen Ressourcen und tragen in hohem Maße zum Treibhauseffekt bei. Die gerechte Verteilung der Ressourcen wird zu einem Thema der Weltpolitik. Den Herausforderungen an eine nachhaltige Entwicklung kann nur durch eine verstärkte internationale Zusammenarbeit begegnet werden. Die Themen Umwelt und Entwicklung sind eng miteinander verbunden. Sie stellen eine der brennendsten Fragen unserer Zeit dar.

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Ziele und Berufsbild

In Europa herrschen hohe Standards im technischen Umweltschutz. In vielen Schwellen- und Entwicklungsländern wurde dem Umweltschutz bisher wenig Beachtung geschenkt. das Umweltbewusstsein und die Nachfrage nach Umwelttechnik wachsen jedoch. Deutschland ist eine der führenden Exportnationen im Bereich von Technologien  des Umweltschutzes und der nachhaltigen Energieerzeugung. Deutsche Organisationen und Unternehmen sind auf allen Kontinenten im Bereich des Umweltschutzes und der Energietechnik tätig. Hier werden Fachleute mit internationaler Kompetenz benötigt. 

Zu den Aufgaben der Ingenieurinnen und Ingenieure gehören die Entwicklung von Konzepten des technischen Umweltschutzes, die Planung und Überwachung von technischen Anlagen, die Beratung von Regierungen, Behörden und Unternehmen, sowie die Weiterbildung. Internationale Zusammenarbeit im Umweltschutz erfolgt u.a. in internationalen Organisationen, in Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit und beim Export technischer Anlagen.

Technische Lösungen müssen an den Bedarf und die Bedingungen der jeweiligen Gesellschaft angepasst sein. Viele technische Großprojekte der Entwicklungszusammenarbeit haben sich als Fehlinvestitionen herausgestellt. Der neue Studiengang trägt dieser Erfahrung Rechnung. Durch den interdisziplinären Charakter soll neben dem notwendigen technischen Sachverstand auch wirtschaftliche und interkulturelle Kompetenz vermittelt werden.

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Das Auslandsjahr

Durch das in den Studiengang Umwelttechnik und Entwicklung integrierte Auslandsjahr gewinnen die Studierenden internationale Erfahrungen. Das Auslandsjahr wird von der Ernst-Abbe-Fachhochschule aus begleitet sowie intensiv vor- und nachbereitet. Die Hochschule verfügt über zahlreiche internationale Kontakte und Hochschulpartnerschaften.

Austauschprogramme bestehen im Rahmen dieses Studienganges mit folgenden Partnerhochschulen:

  • Swiss-German University in Indonesien
  • German-Jordan-University in Jordanien
  • Cape Peninsula University of Technology in Südafrika
  • Polytechnic of Namibia

Bei einem Auslandsaufenthalt an der Swiss-German University in Indonesien können die Studierenden zusätzlich zum dem Abschluss der EAH Jena einen indonesischen Bachelor-Abschluss im Studiengang „Sustainable Energy and Environment“ zu erlangen.

Weitere Vereinbarungen mit südamerikanischen Hochschulen sind in Vorbereitung.

Neben den genannten Partneruniversitäten ist ein Auslandsaufenthalt auch an anderen Hochschulen möglich. Die Anforderungen sind in der Ordnung für das obligatorische Auslandsjahr festgelegt. Die Ernst-Abbe-Hochschule unterstützt die Studierenden bei der Suche nach ihrer geeigneten Gasthochschule.

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Aufbau des Studiengangs

Der Studiengang Umwelttechnik hat eine Regelstudienzeit von sieben Semestern einschließlich eines Praxissemsters. Insgesamt werden 210 Kreditpunkte nach ECTS vergeben.

Der Studiengang Umwelttechnik und Entwicklung hat eine Regelstudienzeit von acht Semestern einschließlich eines Auslandsjahres. Insgesamt werden 240 Kreditpunkte nach ECTS vergeben.

Der Studienpläne sind in der folgenden Tabelle dargestellt.Durch anklicken können diese vergrößert dargestellt werden

Die Modultafelen zeigen den hohen Anteil natur- und ingenieurwissenschaftlicher Fächer aber auch den interdisziplinären Ansatz mit Lehrveranstaltungen aus den Bereichen Wirtschaft, Entwicklungszusammenarbeit, Projektmanagement und interkulturelle Kompetenz.

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Studienplan Umwelttechnik
Studienplan Umwelttechnik und Entwicklung


Den Flyer zum Studiengang finden Sie hier.

Das dazugehörige Infoblatt erhalten Sie hier.

Ansprechpartner:

Studiengangsleiter UT und UTE: Prof. Dr. Andreas Schleicher

Dekanat Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen (FB WI)

Prüfungs- und Praktikantenamt FB WI

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Anmeldung

Anmeldung

Wahlpflichtmodule

Im SoSe 2017 können EAH-Studierende wieder ein Modul der Studiengänge Geo/Biogeowissenschaften an der Friedrich-Schiller-Universität Jena besuchen. Dieses steht Ihnen als zusätzliches Angebot im Wahlpflichtbereich zur Verfügung.
Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

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